Sonntag, 7. September 2008

Hochzeiten allerorten und zu allen Zeiten

Bekannterweise ist Frau Columbo ja gerade immer ums Eck verschwunden und daher findet sich auf diesen Seiten auch kein Foto von ihr.
Das heißt bis heute: denn im Zuge der derzeitigen Hochzeitsvorbereitungen werden alte Bestände durchstöbert. Dabei fielen mir mehrere Hochzeitsfotos in die Hände. Das unten gezeigte ist nicht das Beste von den Farben her, (der Hosenanzug war wirklich schön blau) aber er vermittelt mir am besten die Persönlichkeit meiner Frau wieder, wie sie damals war.
Die Jahre und auch ich haben an unserer Beziehung gezehrt. Meine Frau ist sich die ganze Zeit treu geblieben. Das hat wiederum gewisse Schwierigkeiten in der Kompatibilität ergeben, da ich wie schon anderweitig erwähnt, große Sprünge in meinem Leben hatte. Jetzt wachsen wir wieder mehr und mehr zusammen. Und im Bild rechts unten kann ich Frau Columbo so erkennen, wie sie mir vor mehr als 34 Jahren erschienen ist.
Und da ich mir eher die angenehmen als die schlechten Ereignisse in Erinnerung behalte, sammelt sich da in diesen Jahren ein ganz schönes Kapital an.


hochzeitsfotoheute

Samstag, 6. September 2008

Cool

Im Zuge des Chrome-Browsers-Ausprobierens habe ich mir auch einmal eine Opera-Version herunter geladen.
Der ist ja irre schnell.
Das könnte meine Begeisterung für Firefox merklich dämpfen...

einzigartiges Traumerlebnis

Heute habe ich wunderbar entpannt oder vielleicht einfach nach großer Müdigkeit geschlafen und dann am Morgen einen wunderbaren, langen und spannenden Traum gehabt. Nach dem Aufstehen versuchte ich den Traum zu rekonstruieren, was mir einigermaßen gelang.
Aber nicht dieser Traum war so einzigartig.
Zirka eine Woche ist es her, dass ich ein Mittagsschläfchen hielt. Aus diesem wachte ich mit einem sehr starken Körpergefühl auf. Nein, nicht dem bewussten. Ich hatte geträumt, dass bei einer Veranstaltung zwei Personen irgendetwas aufführen wollten, was einigen Personen zum Schaden gereicht hätte. Irgendeine Art einer Manipulation, wie sie manchmal in Magie- oder Hypnose-Shows gezeigt wird.
Ich wollte das nicht. Im Traum begab ich mich vor die beiden, legte mich hin und einen derartigen Lachanfall vor, dass sich die beiden nicht mehr konzentrieren konnten und auch zu lachen anfingen. Ich lachte so enthemmt und offensichtlich ansteckend, dass die Manipulation nicht mehr möglich war. Außerdem wachte ich vor Lachen auf.
Als ich aufgewacht war, lachte ich zwar nicht aber ich hatte das Gefühl, sehr lange und stark gelacht zu haben.
Es war dies das einzige Mal in meinem Leben, dass ich von einem selbst erlebten Lachanfall geträumt habe - und das in einer Stärke, dass es selbst noch in den Wachzustand hineinwirkte.
-
Hat jemand Irgendwelche parallele Erfahrungen?

P.S. Ich habe einmal ein Lachyoga-Seminar besucht. Wenn ich von ausgiebig lachen spreche, heißt das, minutenlang sich nicht wieder einkriegen können:)

Freitag, 5. September 2008

Wie bin ich?

Im morgigen Kurier findet sich eine Studie über die Korrelation von Musikgeschmack und Eigenschaften.
(jeder mag sich selbst darin finden)
Jazz - Selbstbewusst, kreativ, ausgeglichen
Soul - Kreativ, sanftmütig, extrovertiert
Klassik - Introvertiert, hohes Selbstbewusstsein
Country - Kontaktfreudig, harte Arbeiter
Indie - Unsicher, kreativ, eher grob
Dance - Aufgeschlossen, grob, kreativ
Rap - Hohes Selbstbewusstsein, extrovertiert
Bollywood - Kreativ, kontaktfreudig
Heavy Metal - Introvertiert, sanft, ausgeglichen
Oper - Selbstbewusst, kreativ, sanftmütig
Pop/Charts - Unkreativ, sanft, unausgeglichen
Blues - Kreativ, hohes Selbstbewusstsein
Reggae - Aufgeschlossen, ausgeglichen
ich bin sehr selbstbewusst, kreativ ausgeglichen, introvertiert, sanft , kreativ ... ohne Widersprüche laut Musik. Bei Ausgeglichenheit und Sanftmut habe ich allerdings so meine Zweifel:)

Freitag - dicht

Das wird heute noch ein dichter und anstrengender Tag. Mit gestern hatte ich ursprünglich nicht gerechnet.
Aber was soll's? Das Wetter ist schön:)

Nachtrag:
War okay. Aber ein WE-Arbeitstag übrig geblieben.

Donnerstag, 4. September 2008

Donnerstag - Wow

80 Jahre IBM. 9 Vorträge, von denen mir jeder etwas gebracht hat. feines Essen und jetzt noch irgend eine Show.
ein gläsernes Mainframe mit einer unvorstellbaren Rechenleistung. die Prozessoren einer Playstation werden zur Beschleunigung eines Großrechners verwendet. freche Fragen vom Hund nach den Vorträgen und lange Diskussionen.
hintergrundinformationen über mögliche Kunden.
ein Arbeitstag, der genauso gut als Urlaubstag durchgehen könnte, obwohl mir der Schädel raucht.
-
arbeit kann schön sein!

Weichen in der Lebensführung

Es war eine schöne Zeit, es war eine gute Zeit. Ich hatte den Militärdienst absolviert und konnte überall anfangen. Ein paar Jahre Selbstständigkeit lagen hinter mir. Zum Sterben zuviel, zum Leben zuwenig. Und die Kunden waren alle in Österreich. Und ich hätte schon gerne die Welt gesehen.
Obwohl ich die Aufnahme zu IBM bereits in der Tasche hatte, störte mich der Umstand, dass ich ausschließlich in Österreich zu tun gehabt hätte.
Also begab ich mich auf die Suche. Anzeigen gab es damals im Kurier in Hülle und Fülle. Ich wollte Elektronik für etwas verwenden, was man damals als "ethical goods" bezeichnete, also irgendetwas Medizinisches.
Daher fielen mir drei Anzeigen ins Auge, welche die richtige Größe aufwiesen. (Das Gehalt ist zu der Anzeigengröße in der Regel proportional.)
Ich hatte damals nur die drei Bewerbungsgespräche, die alle positiv verliefen. Das waren noch Zeiten damals. Man suchte Leute, es war ein Markt für Arbeitnehmer. Zumindest wenn man eine gute Elektronikausbildung hatte.
Dieses Inserat sollte mein weiteres Leben auch durch alle anderen Jobs hindurch bestimmen:
reichert1small

SEM/REM (Rasterelektronenmikroskop) reizte mich. Mit etwas Ähnlichem hatte ich anläßlich meiner Diplomarbeit gearbeitet. Und es klang gut. Elektronenmikroskop hatte eindeutig Sex-Appeal.
Dass die Reisen zu 80% in den Ostblock gehen sollten, störten mich angesichts der üppigen Tagesdiäten nicht.
Mein Gehalt war von Anfang an höher als das, was ich mir als Geschäftsführer aus meinem Unternehmen herausnehmen konnte.
Die interessanten Details hatte ich mir auf einem separaten Blatt notiert:
Reichert2
Dass ich bei dieser Firma in den nächsten sechs Jahren die ganze Welt bereisen sollte, dass sich mein Gehalt nach den sechs Jahren verdoppelt hatte, dass ich vom "gemeinen Servicetechniker" in die Liga der Führungskräfte aufstieg, verdankte ich sowohl dem Chef, der mich einstellte, als auch einem eigentlich schon pensionierten wissenschaftlichen Mitarbeiter, der mich liebevoll in ein Spezialgebiet einführte, und meinem späteren Chef, - ich hatte die Abteilung gewechselt - der mich einfach tun ließ, wie ich wollte und mir einige administrative Schwierigkeiten aus dem Weg räumte.
Ich war dafür absolut loyal und wäre auch gerne länger in der Firma geblieben. Das ging aber nicht angesichts meines Wunsches nach einer geänderten Verwendung.
Diese Unterlagen habe ich anläßlich der Suche nach alten BIldern, die plötzlich neue Aktualität gewinnen, gefunden. Vielleicht färbt etwas von dem Optimismus, der damals vorhanden war, auf heute Job-Suchende ab.

Mittwoch, 3. September 2008

Trauer in der Musik - real

Am Sonntag war es soweit. Ich wollte endlich einmal eine Passage des 2. Satzes der dritten Symphonie von Franz Schmidt einspielen. Die Qualität ist eher so so la la, es ist einfach etwas schwierig die durchgängige Fünfstimmigkeit mit nur zwei Pfoten zu beherrschen.
Im Youtube-Netz habe ich einen Fanclub von ungefähr 5 Personen, die sich wirklich über die Einspielung freuen werden.
Daher macht mir die Arbeit daran auch Spaß.
Weil ich das Überspielkabel nicht finden konnte, stelle ich die Aufnahme erst heute ein. Falls es hier jemanden interessiert...
-
Diesen zweiten Satz empfinde ich als extrem traurig.

Trauer in der Musik

Bei ConAlma wird gefragt:
Wie kommt's, dass gerade für Traurigkeitszustände aller Art Songs der Popmusik besser greifen als noch so vertraute, melancholisch-schmelzende Klänge der (sehr unzureichend so definierten) E-Musik? Mahler-Lieder, Richard Strauss, Schubert-Kammermusik - was immer mir da einfiele, nichts scheint mir geeignet, jene fundamental in die Eingeweide dringende Aufwühlung zu bebildern, zu transportieren, als (sorgsam gewählte) Popsongs. Ein alter Johnny Cash zum Beispiel, ja!

Frau Katiza gibt dazu eine sehr schlüssige Antwort, der ich mich ohne Weiteres anschließen könnte. Ein kleines Grummeln bleibt aber noch:
Ist das wirklich so? frag der Steppenhund.

Bevor ich antworte, möchte ich ein paar Gegenbeispiele anführen:
  1. (Aranjuez): Ich nehme hier absichtlich eine bearbeitete Version, die das Thema ausreichend erkenntlich belässt. Sie gefällt mir jetzt als Zitat einfach besser und vielleicht kennt sie nicht jeder. Auch in der Originalversion wird dieses Stück ausreichende Trauer transportieren können.
  2. Mozart Requiem - der Beginn: egal, in welcher Stimmung ich bin, könnte ich bei den ersten acht Takten der Einbegleitung sofort zu weinen beginnen.
    Es gibt von Mozart einige Passagen, die in Sekunden absolute Verzweiflung oder Trauer transportieren können. Beim Requiem wird die Trauer in 2 Sekunden von 0 auf 100% hochgefahren.
  3. Franz Schmidt: Buch mit sieben Siegeln, 4. Siegel (leider ohne Beispiel): es handelt sich im 4. Siegel um den Hunger nach dem Krieg, es gibt einen Dialog zwischen einer verzweifelten Mutter und einer flehender Tochter. Selbst wenn ich im Konzert sitze, schaffe ich es nur sehr schwer, die Rührung zu unterdrücken.
  4. Beispiel für die Wirkung auf andere Menschen: Meine Mutter konnte die 4. Symphonie von Franz Schmidt nicht hören, ohne in Tränen auszubrechen. Nun ist diese Symphonie auch ein Trauergesang auf den frühzeitigen Tod seiner geliebten Tochter.
Mir würden jetzt noch eine ganze Reihe weiterer Beispiele einfallen, die für mich einen genauso starken oder sogar noch stärkeren Eindruck wie Pop-Songs machen. Die folgenden Beispiele haben aber auf mich eine große Wirkung, wobei ich hier nur einen ganz kleinen Ausschnitt sowohl was die Interpreten als auch was ihre Lieder angeht bringen kann.
  1. Leonard Cohen
  2. Nick Drake und noch viele andere
  3. Nick Cave & The Bad Seeds
  4. Richard Harris
  5. Eine gewisse Sonderrolle nimmt folgendes Werk ein:
    John Miles
  6. Es ist eigentlich nicht traurig, doch für mich vermittelt es den Eindruck, dass vielleicht alles andere den Bach hinuntergegangen ist, nur die Musik bleibt. Das ist eine sehr persönliche Interpretation, die weder stimmen noch von anderen geteilt werden muss.
  7. Naja, beim Anhören komme ich jetzt auf noch ein besonderes Stück zurück, das hier nur als pars pro toto zitiert wird.
  8. Pink Floyd
Um aber jetzt auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen, fällt mir dazu eine einfache Antwort ein.
Lieder aus dem U-Bereich (die Kategorisierung stellt hier keine Wertung dar) sind darauf gerichtet, den Schmerz zu transportieren und sichtbar zu machen. Das ist ihr Hauptzweck.
Auch dort, wo das in der E-Musik auch passiert, - z.B. in den Müller-Liedern von Franz Schubert oder in der Winterreise - stellt sich (zumindest für mich) der gleiche Effekt ein.
Wo in der E-Musik aber Trauer als Inhalt von größeren Werken vorkommt, wird diese Regel in der Regel transzendiert, sie wird in Schönheit oder zumindest stilisierte Trauer, vielleicht sogar in Pathos umgewandelt. Die Komponisten der E-Musik sehen traurige Musik zum Großteil als die musikalische Variante der Tragödie an. Die Werteskala des "guten" Werkes reicht von Erhebung, moralischer Erziehung bis zur einfachen "gehobenen" Unterhaltung.
In manchen Fällen wird der hohe Traueranteil durch Brillianz und von anderen noch stärkeren Effekten überschattet, damit das Werk erst an Attraktion gewinnt. So beobachte ich das an Werken von Shostakovich, egal ob für Orchester oder für Klavier.
Und vielleicht ist das überhaupt der Hauptgrund. In der E-Musik scheint der Trost gleich mit eingebaut zu sein. Die E-Musik vermisst heute den Protestcharakter, diese Musik muss mit vielen anderen geteilt werden. Da kommt der Schmerz nicht so unmittelbar herüber.
Vielleicht ist es aber einfach eine Frage der Sprache, der Musiksprache. Die ist in der U-Musik einfacher. In der E-Musik gibt es vor allem in der neueren Zeit Werke, die man oft gehört haben muss, damit sich bestimmte Inhalte erschließen, damit man sie "versteht". Sie ist anspruchsvoller, was die Mitarbeit des Zuhörenden angeht.
So behaupte ich einmal (ohne Wertung!), dass die Möglichkeit zur Ergriffenheit auch von der Audienz abhängt. Wo liegt der Schwerpunkt im Musik Anhören?
Klassische Musik spricht immer auch den Intellekt an. Der dämpft die Empfindungen. Doch wenn man die Sprache der Musik (in dem Fall die der E-Musik) fließend spricht, glaube ich nicht, dass die Feststellung, die zu Beginn getroffen wurde stimmt.
Genauso könnte man fragen, warum manche Fotografien direkter ergreifen als z.B. die Guernica.

P.S. Ein kleiner Nachtrag zum referenzierten Gustav Mahler findet sich dort. Einfach anhören und die Texte lesen...

P.P.S. Ein weiterer Nachtrag findet sich als Real-Eintrag ...

Küsserlippen - The Day After

Kuesserlippen

Wenigstens schmerzen sie nicht mehr so.

Dienstag, 2. September 2008

Dienstag

Na fein. beim sehr gemütlichen mittagessen im Museumsquartier von einer Wespe in die Unterlippe gestochen worden.
Gestorben bin ich allerdings noch nicht, es ist nur ziemlich unangenehm. man könnnte auch weh tun sagen.
warum zahlen die leute für botox? Wespen gipt es doch eh mehr als genug!

Nachtrag: der Hund schleicht sich heim. es tut zwar nicht mehr so weh, aber ist unheimlich irritierend. Scheinbar denke ich mit der Unterlippe, sonst könnte ich mir den Konzentrationsverlust nicht erklären.

Montag, 1. September 2008

Montag

Jetzt fängt wieder das berufliche Schreiben an. Vier Präsentationen sind vorzubereiten. Zwei deutsch, zwei englisch, Abstracts und Folien für die ersten zwei.
Bla, bla!
:)

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wirkt auf dem Hochzeitsbild sehr, sehr sympathisch....
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